In freundschaftlicher Zusammenarbeit mit

Auftakte

Nach dem Einzug in die Isarphilharmonie im Gasteig HP8 werden nun mit der Saison 2022/23 die Konzerteinführungen der Münchner Volkshochschule in Kooperation mit den Münchner Philharmonikern wieder aufgenommen. Sie bieten Konzertbesucher*innen die Möglichkeit, sich kurz vor Konzertbeginn auf das Programm des Abends »einstimmen« zu lassen. Sie erhalten Einblick in wissenswerte Hintergründe rund um die Komponist*innen und die Werke des Abends. Darüber hinaus werden regelmäßig Musiker*innen der Münchner Philharmoniker als Interviewpartner*in zu Gast sein.

Die ca. 30-40-minütigen Konzerteinführungen finden im Probensaal in Haus C des Gasteig HP 8 statt.Beginn ist jeweils 1 ¼ Stunden vor dem Konzert (17:45 bzw. 18:45 Uhr). Mit einer gültigen Konzertkarte können die Auftakte spontan und kostenfrei besucht werden, die Plätze sind jedoch begrenzt, so dass sich rechtzeitiges Kommen empfiehlt.

 

Michaela Fridrich

In der tschechischen Hauptstadt Prag geboren, lebt Michaela Fridrich seit 1979 in Deutschland. Ihre musikalische Ausbildung begann schon in jungen Jahren: Kinderchor des tschechischen Rundfunks, Ballett- und Gesangsausbildung, Klavierunterricht. Ihre Lehrjahre setzte sie mit einem Gesang- und Schauspielstudium fort und schloss sie mit dem Studium der Theaterwissenschaft, Slavistik und Musikpädagogik ab.
Es folgten Lehraufträge an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und an der Münchner Volkshochschule zu unterschiedlichen Musikthemen sowie Konzert- und Operneinführungen. Außerdem wirkte sie bei Musiktheaterproduktionen mit und trat als Moderatorin auf. Als freie Autorin gestaltet sie Beiträge und Sendungen für den Bayerischen Rundfunk und verfasst Texte für Programmhefte sowie CD-Booklets.

Jan Golch

Jan C. Golch, geb. an der Frauenklinik I der Ludwig-Maximilians-Universität München, studierte Literaturwissenschaft und Musikwissenschaft an der LMU. 2010-2013 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum Seniorenstudium der LMU, wo er interdisziplinäre Vortragszyklen konzipierte und als Dozent im Bereich der Musik-, Film- und Literaturwissenschaft tätig war. Seit 2014 fungiert er als Studiengangskoordinator und Dozent am Institut für Musikwissenschaft der LMU; seither über ein Dutzend Lehrveranstaltungen zu Methodik und Gegenständen der Musikwissenschaft, zum Lied im 19. Jahrhundert (Schumann, Schubert, Goethe-Vertonungen), zu Oper und Film, aber auch zu größeren Kontexten wie »Musik und Sexualität«, »Musik und Liebe« oder der Frage »Was ist eigentlich ein Komponist?«. Zudem führt er Kooperationsprojekte in der Lehre mit Institutionen wie den Münchner Philharmonikern oder dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks durch. Er war 2018-2019 wissenschaftlicher Koordinator des Studienbüros am Department Kunstwissenschaften der LMU und 2008-2020 Vorsitzender des Vereins der Freunde der Musikwissenschaft München. Jan Golch engagiert sich zudem in der Erwachsenenbildung, ist Gründungsmitglied, Pianist und Arrangeur des Vokalensembles »Nostalphoniker«, mit dem er seit 2003 einer regen Konzerttätigkeit nachgeht, und ist für die Géza Anda Stiftung in Zürich tätig.

Prof. Thomas Gropper

studierte Operngesang, Konzertgesang und Gesangspädagogik an der Hochschule für Musik und Theater München bei Markus Goritzki und in Berlin bei Dietrich Fischer-Dieskau. Nach dem Studium arbeitete er mit Josef Metternich.
Neben seiner langjährigen Arbeit als Moderator und Sprecher beim Bayerischen Rundfunk entfaltete er eine intensive Konzerttätigkeit vorwiegend im oratorischen und konzertanten Bereich, er sang unter anderem mit dem Münchner Bach-Chor, dem Münchner MotettenChor, den Münchner und Berliner Symphonikern und dem Georgischen Kammerorchester unter Dirigenten wie Fabio Luisi, Hanns-Martin Schneidt, Ralf Otto, Christian Kabitz, Siegfried Heinrich und Hayko Siemens. Dabei entstanden auch einige Rundfunk- und CD-Produktionen von Messen, Kantaten und Opern.
Daneben steht ein weit gespanntes pädagogisches Engagement – Thomas Gropper war Stimmbildner des Münchner MotettenChores, unterrichtete seit 1997 in einem traditionsreichen Münchner Schauspielstudio Musical und Chanson und wurde nach vier Jahren im Lehrauftrag 2001 zum Professor für Gesang, Sprecherziehung und Gesangsdidaktik an der Münchner Musikhochschule berufen.
Durch die pädagogische Arbeit mit Einzelstimmen und Chören sowie reiche Konzerterfahrung entstand der Wunsch, selbst ein Ensemble als Leiter zu formen und zu prägen. Seit 2005 leitet er seinen Kammerchor »Arcis-Vocalisten«, seit Herbst 2008 ist er außerdem musikalischer Leiter des Philharmonischen Chores Fürstenfeld. Mit beiden Ensembles hat er bereits zahlreiche große Werke der oratorischen und a cappella-Literatur aufgeführt und bei renommierten Festivals und Konzertreihen gastiert.

Tim Koeritz

1965, in Stade geboren, studierte Tim Koeritz zunächst Musik mit dem instrumentalen Hauptfach Klavier sowie Geschichte für das Lehramt an Gymnasien in Hannover und Freiburg im Breisgau. Nach seinem Referendariat in Hildesheim und dem zweiten Staatsexamen schloss sich ein zweijähriger Aufbaustudiengang Rundfunkmusikjournalismus am Institut Lernradio der Musikhochschule Karlsruhe an, das er 1998 mit dem Diplom abschloss.
Seit 1998 arbeitet und wohnt er in München. Von hier aus arbeitet er freiberuflich als Hörfunkjournalist für verschiedene ARD-Rundfunk-Anstalten (u. a. für den BR, WDR, die Deutsche Welle und Deutschlandradio Kultur). Sein Schwerpunkt liegt neben der zeitgenössischen Musik auf dem Gebiet der Chormusik. Seit dem Jahr 2000 singt er im via-nova-chor München, ein Chor, der sich explizit auf die zeitgenössische Chormusik spezialisiert hat.
Zu seiner musikjournalistischen Arbeit gehört ferner das Verfassen von Programmheft-Texten. So arbeitet er z. B. für die Theatergemeinde Augsburg und deren Konzertreihe »Philharmonische Matinee« sowie deren sommerliche Open-Air-Veranstaltung »Konzerte im Fronhof«.
Musikpädagogisch arbeitet Tim Koeritz seit dem Jahr 2005 als Dozent an der Münchner Volkshochschule. Dort gibt er Kurse zur Musiktheorie und Musikgeschichte, sowie Einführungen in die Konzerte der Münchner Philharmoniker.
Ferner ist er in München als freiberuflicher Klavierlehrer tätig.

Dr. Shoshana Liessmann

studierte Musik- und Kulturwissenschaften sowie Judaistik in Frankfurt, Rom und Jerusalem. Ihr besonderes Interesse gilt den gesellschaftspolitischen Zusammenhängen in der Kulturgeschichte. Die Vermittlung moderner, zeitgenössischer und jüdischer Musik ist ihr ein besonderes Anliegen. Als Wissenschaftlerin ist sie seit 1997 dem Zentrum zur Erforschung der jüdischen Musik in Jerusalem verbunden, lehrte dort an der Hebräischen Universität und ist derzeit an der Ludwig Maximilians Universität in München tätig. Darüber hinaus arbeitet sie seit 2001 für das Goethe-Institut. Seit 2012 leitet sie an der MVHS den NeuenMusikSalon und die Biennale Werkstatt.

Irina Paladi

Nach ihrer Ausbildung am Bukarester Musikgymnasium »George Enescu« studierte Irina Paladi Musik- und Theaterwissenschaften in München, wo sie heute als freiberufliche Musikwissenschaftlerin und Autorin lebt.
Irina Paladi war Lehrbeauftragte an der Universität Augsburg und hält als Volkshochschul-Dozentin in München, Pullach und Starnberg im Bereich »Kunst und Kultur« sowie im Rahmen des Studium Generale laufend Kurse und Vorträge und veranstaltet darüber hinaus Musik- und Opernwerkstätten.
Mit Moderationen, Künstlergesprächen sowie Opern- und Konzerteinführungen begleitet sie Veranstaltungen der großen Münchener Orchester und Opernhäuser.
Außerdem hat sich Irina Paladi einen Namen gemacht als Rundfunkautorin sowie durch Veröffentlichungen von Programm- und Zeitschriftenartikeln und Interviews.
Sie hält regelmäßig Vorträge über kulturgeschichtliche und musikwissenschaftliche Themen – ein Schwerpunkt bildet dabei die Russische Musik sowie die Italienische Oper - und ist damit umfassend aktiv und kreativ am Münchener Musikleben beteiligt.

Dr. Helga-Maria Palm-Beulich

- Geboren in Nürnberg
- Studium Musikwissenschaft, Theaterwissenschaft, Geschichte und Gesang in München; Promotion über Richard Wagners »Lohengrin«
- Bis 1987 freie Autorin beim Bayerischen Runkfunk, der nmz und verschiedenen Fachzeitschriften, u. a. bei den Programmheften der Münchner Philharmoniker
- Mitarbeit bei der Reihe »Komponisten in Bayern«
- 1986 Geschäftsführerin beim Bayerischen Musikrat e. V. in München
- ab 1984 Dozentin bei der Münchner Volkshochschule
- ab 1986 Referentin beim »Konzertführer live«, heute »Auftakt« zu den Konzerten der Münchner Philharmoniker
- ab 1986 Dozentin für Musikgeschichte, Formenlehre, Musikanalyse und Gesangsgeschichte an der Kunstuniversität Mozarteum Salzburg
- Konzerttätigkeit
- Zahlreiche Veröffentlichungen

Pascal Trudon

- Geboren und aufgewachsen in Paris
- Studium an der Musikhochschule Basel in Musiktheorie, Komposition und Klavier
- Weitere Studien in Rom in den Fächern Philosophie, Kunstgeschichte, Italienische Literatur und Film
- Ab Anfang der 1990er Jahre: Dozent an der Schule für Gestaltung Basel in den Fächern Europäische Kulturgeschichte, Fotografie und Film (»Leitmotive der Moderne« und »Panorama des 20. Jahrhunderts«), sowie an der Musik Akademie der Stadt Basel (»Musikgeschichte als Kulturgeschichte«)
- Sein Arbeitsgebiet liegt in der interdisziplinären Forschung und dem Erschliessen von kultur- und geistesgeschichtlichen Zusammenhängen innerhalb der Künste.
- Gegenüber dem »toten Buchstaben« pflegt er das »lebendige Wort«.
- Publikation: »Es war einmal beim Kunstmuseum - Zur Skandalgeschichte eines Gassenzimmers« Schwabe Verlag, Basel 2018 


Termine in der Spielzeit 2022/23

ORT: Probensaal im HP8

FR/SA, 16./17. September 2022,
18:45 Uhr / 17:45 Uhr mit Tim Koeritz

MI/DO, 21./22. September 2022,
18:45 Uhr / 18:45 Uhr mit Tim Koeritz

FR/SA 7./8 Oktober 2022,
18:45 Uhr / 17:45 Uhr mit Michaela Fridrich

SA, 15. Oktober 2022,
17:45 Uhr mit Pascal Trudon

MI/DO/FR, 26./27./28. Oktober 2022,
jeweils 18:45 Uhr mit Irina Paladi

SA, 12. November 2022,
17:45 Uhr mit Tim Koeritz

FR/SA, 18./19. November 2022,
18:45 Uhr / 17:45 Uhr mit Irina Paladi

MI/DO, 23./24. November 2022,
18:45 Uhr / 18:45 Uhr mit Jan Golch

FR/SA, 2./3. Dezember 2022,
18:45 Uhr / 17:45 Uhr mit Dr. Shoshana Liessmann

SA/MO, 17./19. Dezember 2022,
17:45 Uhr / 18:45 Uhr mit Irina Paladi
ACHTUNG: Am 19. Dezember 2022 findet die Einführung im Projektor statt.

MI/DO, 11./12. Januar 2023,
18:45 Uhr / 18:45 Uhr mit Michaela Fridrich

MI/DO, 18./19. Januar 2023,
18:45 Uhr / 18:45 Uhr mit Prof. Thomas Gropper

SA, 21. Januar 2023,
17:45 Uhr mit Jan Golch

MI, 1. Februar 2023,
18:45 Uhr mit Jan Golch

DO/FR, 16./17. Februar 2023,
18:45 Uhr / 18:45 Uhr Dr. Shoshana Liessmann

FR/SA, 24./25. Februar 2023,
18:45 Uhr / 17:45 Uhr mit Dr. Helga-Maria Palm-Beulich