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13 »FRACK – SO WIE EIN UMGEKIPPTES SCHIFF?« Viermal im Jahr spielen die Münchner Philharmoniker für ihre jüngsten Zuhörer bei freiem Eintritt auf der Bühne der Philharmonie. Die knapp 100 Besucher sitzen mit den Musikern auf dem Podium und erleben aus nächster Nähe, wie die Musiker sich auf ihr Konzert vorbereiten. »Wichtig ist es, den Kindern zu zeigen, dass enorm viel passieren muss, bevor man auf der Bühne ein Konzert spielen kann«, meint Manuel von der Nahmer. Deswegen ziehen die Musiker zum Finale auch ihre Konzertkleidung an. »Frack – so wie ein umgekipptes Schiff?«, fragte ein Kind letztes Jahr. Die Kindergartenkonzerte leben von dieser Interaktion mit dem Publikum und einer guten Portion Quatsch zwischendurch, wie etwa den haarsträubenden Fehlern während der gespielten Probe. Erst nach etlichen gescheiterten Versuchen läuft das Streichquartett von Wolfgang Amadeus Mozart aufführungsreif; ein Stück, das Mozart im Kindesalter komponiert hat. Dann sind Musiker und Publikum bereit für das Mini-Abschlusskonzert mit einigen kurzen Stücken. Und das kommt so gut an, dass die Kinder oft auch nach zwei Zugaben noch nicht genug haben. Manuel von der Nahmer, Cellist der Münchner Philharmoniker, entwickelte das Konzept der Kindergartenkonzerte und betreut sie von Beginn an.


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