Page 15

606302_0_Mphil_SFK_Magazin7_Z1 für blätterbares

13 David Hausdorf, Cellist und erfolgreicher Techno-Produzent. Ihn soll sie in der Pause und nach dem Konzert interviewen. Denn zum Abschluss des Abends wird im Foyer eine Lounge öffnen, mit Getränken, Gesprächen und Beats. Auf dem Seminartisch liegen die Texte für beide Moderationen. Die Runde debattiert, wie lang die Gespräche dauern sollen, welche Fragen man unbedingt stellen muss. Zu Hause gehen die Studierenden ihre Texte nochmals kritisch durch. Dann trifft man sich am Konzerttag morgens zu einer Probe im Foyer der Philharmonie. Gerade saugt das Reinigungspersonal die Teppiche. Leiser wird die Geräuschkulisse abends auch nicht sein. Nach einer guten Stunde Probe sind dann alle zuversichtlich für den Abend. TECHNO IM FOYER Tatsächlich läuft alles glatt. Das Publikum folgt interessiert Ella Clays Einführung. Auf Stichwort spielt aus der Höhe eine Hornistin »Siegfrieds Hornruf«, ein zentrales Leitmotiv. Nach den Erläuterungen zu Henze begeben sich alle in den Saal. Constantin Trinks leitet die Münchner Philharmoniker, Claudia Barainsky singt das Sopransolo in Henzes Arien. In der Pause spricht Johanna Stoiber mit David Hausdorf über seinen Beruf als Cellist, die Vorbereitung auf ein Konzert und Schumanns »Rheinische«. Hausdorf hat in der zweiten Konzerthälfte frei und nutzt die Zeit, um seinen Frack gegen T-Shirt und kurze Hosen zu tauschen. Nach dem Schlussapplaus wabert buntes Scheinwerferlicht durch das Foyer, eine Discokugel glitzert. Das kurze Gespräch zwischen Hausdorf und Stoiber leitet zur Lounge über. Dann lässt Hausdorf die erste Platte laufen, die Zuhörer kommen in Bewegung. Studierende und Philharmoniker tanzen zu den Techno-Beats und genießen den Ausklang eines starken Abends.


606302_0_Mphil_SFK_Magazin7_Z1 für blätterbares
To see the actual publication please follow the link above