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12 dieselbe Idee. Die zweite Klasse hört ruhig zu, jeder malt für sich. Dennoch zeigen die Bilder erstaunlich oft das gleiche Motiv: eine Burg in strahlenden Farben. SUPERHELDEN UND POESIE Im Foyer der Philharmonie freut sich Dr. Tobias E. Mayer über das rege Interesse der Konzertbesucher an der kleinen Ausstellung. Er hat das Projektseminar geleitet. »Aus wissenschaftlicher Sicht liegen die Reaktionen der Kinder im Bereich des Erwartbaren «, sagt Mayer. Ein Nebeneffekt freut ihn besonders: »Den Klassenlehrerinnen hat das Projekt sehr gefallen – sie möchten künftig öfter mit ihren Schülern klassische Musik hören«. Dann eilt er zu einer kleinen Bühne im Foyer. Denn ein zweites Seminar unter seiner Leitung präsentiert heute eine Einführung und Künstlergespräche. Zwei Studentinnen aus dem Masterstudiengang Musikpädagogik haben dafür eigenständig Konzepte entwickelt. Unterstützt wurden sie von Mayer sowie Thomas Sonner aus dem Team von Spielfeld Klassik. Zwei Wochen vor dem Konzert sitzen alle vier in einem Seminarraum. Ella Clay stellt ihre Ideen zur Einführung vor Konzertbeginn vor. Bei Wagner möchte sie auf die Leitmotivtechnik und die Handlung der »Götterdämmerung « eingehen, bei Henze auf die Gedichte von Ingeborg Bachmann, die den Arien zu Grunde liegen. Es geht ihr darum, die Hörer auf die Atmosphäre des Stückes vorzubereiten, weniger um kompositorische Einzelheiten. Die Seminarrunde ist angetan. Nur, wie kommt man im Text elegant von Wagners Helden zu Bachmanns zarter Lyrik? Mehrere Möglichkeiten werden abgeklopft, aber nicht entschieden. Johanna Stoiber hat sich mit Schumanns »Rheinischer « auseinandergesetzt und mit einem Mitglied der Münchner Philharmoniker:


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