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SPIELFELD 8

Können Sie sich erinnern, wann Ihre Leidenschaft zur Musik begann, gab es einen bestimmten Schlüsselmoment? Es wäre natürlich nett, so eine Geschichte zu haben, wo man eines Tages aufwacht und feststellt, dass man plötzlich nicht mehr ohne klassische Musik leben kann. Bei mir war es eher eine unspektakuläre Sache. Meine Mutter brachte mich einfach in die Musikschule. Den Rat erhielt sie von unserem Nachbarn, der selbst Musiklehrer war. Ich war damals sieben Jahre alt und erhielt meinen ersten Klavierunterricht. Ich hatte einige Lehrer, die mir sehr geholfen haben, sie waren ganz wunderbar. Die meisten Lehrer haben gleichzeitig an der Regelschule und an einer Spezialschule für Musik unterrichtet, ich bin also in zwei verschiedene Schulen gegangen. Dementsprechend hatte ich weniger Zeit, die ich mit meinen Freunden verbringen konnte. Wir waren damals acht oder neun Jahre alt und ich hätte lieber Fußball gespielt. Wir hatten nicht viel zum Spielen, lediglich einen kleinen Ball, aber wir waren bereit, wirklich überall zu spielen, egal ob drinnen oder draußen. Daran kann ich mich noch sehr gut erinnern. Die Musik nahm stetig mehr Zeit ein, bis sie letztlich immer mehr von meiner Konzentration beanspruchte und schließlich zu meinem Fokus wurde. Als ich 14 Jahre alt war, starb plötzlich mein Vater. Er war noch sehr jung, gerade einmal 49 Jahre alt. Ich würde sagen, von da an wurde die Musik ein sehr wichtiger Freund, der mir bis heute treu zur Seite steht. Mit 15 Jahren wurde mein Interesse immer intensiver. Mit Hilfe meines Lehrers fing ich an, mich mit der Musik Beethovens zu beschäftigen. Wir haben die Sonaten analysiert und gespielt, von dort aus bewegten wir uns zu den Symphonien.


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