Page 19

SPIELFELD 8

ment. Dass meine Eltern mir das ermöglicht haben, dafür bin ich sehr dankbar. Auch dafür, dass sie uns ihre Begeisterung für die Musik weitergegeben haben. Wir haben immer viel miteinander musiziert, auch früh schon vierstimmig gesungen. Seit ich bei den Münchner Philharmonikern spiele, waren meine Eltern schon über 40 Mal im Konzert. Das ist eine große Wertschätzung und Freude für mich. Im letzten Jahr hast du ein Konzert speziell für Kindergartenkinder entwickelt mit dem Titel »Fünf Freunde auf Weltreise«. Was war der Auslöser dafür? Die Kollegen der Streicher machen ja schon länger tolle Programme für Kindergartenkinder. Es gab auch bei den Holzbläsern den Wunsch, so etwas zu entwickeln. Musikalisch wollte ich Musik für Bläserquintett verwenden, da ich viele Stücke für diese Besetzung sehr gut kenne. Gemeinsam mit meiner Freundin Verena, einer Oboistin und Musikpädagogin, habe ich überlegt, welche tet. Dieses Instrument ist etwas kleiner und klingt entfernt wie eine Plastiktröte vom Rummelplatz. Es ist super geeignet, um die Griffe zu lernen und ein Gefühl für‘s Rohr zu bekommen, also das Mundstück, das schwingen muss, damit ein Ton entsteht. Ein Jahr später habe ich dann erstmals beim Wettbewerb »Prima la musica« mitgespielt, der österreichischen Ausgabe von »Jugend musiziert«. In der Jury saß auch der damalige Salzburger Fagottprofessor Richard Galler. Genau zehn Jahre später habe ich ihn angerufen, ob ich ihm vorspielen kommen kann; und schließlich bei ihm in Wien studiert. Was sagte denn deine Familie zum Berufswunsch »Musiker«? Ich komme aus einer Familie mit vier Kindern, mein Vater Alleinverdiener, die Mutter bei uns Kindern. Dass ich zum Fagott-Studium nach Wien gehen konnte, ist hauptsächlich meinem Dickkopf zu verdanken. Fagott ist nämlich mit Abstand das teuerste Holzblasinstru


SPIELFELD 8
To see the actual publication please follow the link above