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13 chen des Spielfeld Klassik-Teams lernten die Schüler Instrumente des Orchesters kennen, notierten ein einfaches Stück in einer Klassenpartitur und manch einer versuchte sich zum ersten Mal als Dirigent. Über Bilder, Texte und Musikbeispiele fanden viele Zugang zu den Werken, die sie später im Konzert hören würden. Sprachliche Barrieren waren dabei schnell abgebaut. Höhepunkte waren für viele ein Probenbesuch in der Philharmonie und der Besuch des Flötisten Martin Belicˇ in der Schule. Er zeigte die Klang-Möglichkeiten der Flöte, stellte sich bereitwillig allen Fragen. Als Musiker komme es doch hauptsächlich auf Talent an, meinte ein Schüler. Belicˇ winkte ab, »20 % Talent, 70 % Fleiß und 10 % Glück«, das sei in etwa die Formel für eine Berufslaufbahn, nicht nur in der Musik. Die Jugendlichen schmunzelten und verstanden. Als Martin Belicˇ anschließend auch noch Flötenspiel mit Beatboxing kombinierte, gab es begeisterten Applaus. DIE ZIELE Den Abschluss des Workshops bildete der Konzertbesuch in der Philharmonie. Auf dem Programm: Johannes Brahms’ 3. Symphonie, Maurice Ravels Klavierkonzert und »La Mer« von Claude Debussy. Gespannt hörten die Jugendlichen zu. Als nach dem Schlussapplaus das Orchester die Bühne verließ, riefen einige begeistert »Herr Belicˇ!« und dieser grüßte freundlich zurück – eine persönliche Note zum Abschluss dieses Musik-Workshops. Die jugendlichen Teilnehmer stammen aus Albanien, Afghanistan, Bulgarien, Griechenland, Kosovo, Polen, Rumänien, Somalia, Syrien und aus der Türkei.


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